03.12.2018
Stump BTE anspruchsvolle Bohrungen in Brinzauls

​Geht es um schwierige Bohrungen ist Stump-BTE die erste Adresse. Ein Bohrgerät steht derzeit in Brienz/Brinzauls südlich der Lenzerheide. Das Team bohrt im Auftrag des Amts für Wald und Naturgefahren des Kantons Grau­bün­den. Ziel ist, mehr über den Aufbau des Unter­grunds bis in eine Tiefe von rund 200 Metern zu erfahren. Eine anspruchs­volle Sache.

​Beste Bohrkernqualität

Martin Glück von Stump-BTE sagt: „Wir bohren im Seil­kern­bohr­ver­fah­ren“. Dazu verwendet sein Team ein soge­nann­tes Triplex­rohr. Das Aussen­rohr bohrt sich in den Unter­grund. Im zweiten Rohr, dem Innen­rohr, befindet sich der Liner. Zum Bergen des Bohr­kerns wird das Innen­rohr mit dem Liner mittels einer Seil­winde hoch­ge­zogen. Der gesamte Bohr­strang bleibt im Bohr­loch. „Dieses Verfahren bietet die beste derzeit mögliche Kern­quali­tät“ so Glück. Das ist wichtig, weil die Geo­lo­gen auf möglichst genaue Grund­lagen ange­wie­sen sind.

Das Dorf rutscht ins Tal

Hintergrund des Auftrags ist, dass der Boden unter dem Berg­dorf rutscht. 2 Milli­meter pro Tag. Pro Jahr sind das rund 70 Zenti­meter. Andri Largiadèr vom Kanton Grau­bün­den sagt: „Wir brau­chen diese Grund­lagen, um heraus­zu­fin­den, ob wir die Rutschungen sanieren können.“ Besonders interes­sant ist der soge­nannte Haupt­gleit­hori­zont in rund 150 Metern Tiefe. Genau dort ist das Team von Stump-BTE ange­kommen.

Wie die Massnahmen aussehen, mit denen die Rutschungen gestoppt werden können, ist derzeit noch offen. Eine Idee ist, den gesamten Hang zu ent­wässern. Ob diese Mass­nahme das Problem löst, ist derzeit noch offen.


Bericht Sonntagszeitung


 
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